Klassikkonzert für Kinder

„Geige, Cello, Kontrabaß, hört mal sie erzähl´n euch was…“


Am 5. März 2008 fand zum ersten Mal fand ein klassisches Konzert für Kinder im Rittersaal des Herrenhaues Sickte statt. Die Idee dazu hatten vier Musikpädagogen der Waldorfschule Braunschweig: Jutta Gevecke (Violoncello, Blockflöte, Leier, Gesang), Henriette Wehrmann (Leier, Blockflöte, Klavier, Gesang), Katja Beiße (Violine und Klavier) und Leo Weiß (Violine, Viola, Kontrabass und Gitarre). Unterstützt wurde das Konzert von der Sickter Kulturinitiative.



Unter dem Motto: „Geige, Cello, Kontrabass – hört mal sie erzähl´n euch was“, gingen die jungen Zuhörer auf eine einstündige Konzertreise mit dem kleinen Friedemann. Friedemann hat einen berühmten Vater: Johann Sebastian Bach. Bei einer Reise nach Berlin lernen sie den Markgrafen von Brandenburg kennen, der den Auftrag zur Komposition der „Brandenburgischen Konzerte“ erteilt. Anhand der kindgerecht ausgedachten, historisch jedoch nicht verbrieften Geschichte, könnte sich die Entstehung der Brandenburgischen Konzerte so ereignet haben. Jutta Gevecke, berichtete einleitend vom höfischen Leben und einer Zeit, in der man in Kutschen reiste und alte Musik modern war.



Eingebettet in Ausschnitte aus dem 3. Brandenburgischen Konzert von J. S. Bach, die zu Beginn und am Ende des Konzertes gespielt wurden, verfolgten die Kinder aufmerksam das Konzert. Das unterschiedliche Zusammenspiel der Instrumente wurde demonstriert. Es erklang Musik für zwei Violinen, für Violine und Gitarre, für Viola, Kontrabass und Klavier, 2 Leiern und Gesang, Sopran- und Altflöte, in Arrangements für Duo oder Quartett. Die Musiker hatten viele Instrumente mitgebracht. Da Vater Bach und Sohn viel reisten, war auch Musik aus anderen Ländern zu hören, u. a. aus der Türkei, Italien, Frankreich und Ungarn. Und so stellte Friedmann fest, dass jedes Land seine eigene typische Musik hat.



Schließlich gab es noch eine Kostprobe aus dem „Karneval der Tiere“ von Camillie Saint-Saens. Das Violoncello erzählte wie „Der Schwan“, auf einem See dahin gleitet. Dem eleganten Schwan wurde „Der Elefant“, gegenübergestellt, der unbeholfen durch den Rittersaal trampelte, was deutlich auf dem großen Kontrabass zu hören war. Alle Vorträge wurden von den jungen Klassikfans mit großen Beifallsbekundungen honoriert.

Aber auch die „großen Zuhörer“ spendeten begeisterten Applaus, denn die hatten ebenso viel Freude an der gelungenen Premiere, wie die Kinder. mr